Glossar

Amalgam
Quecksilberhaltige Legierung mit anderen Metallen. Findet in der Zahnheilkunde als Füllungsmaterial Verwendung. Alternativen sind Kunststoff- und Keramik- oder Goldgußrestaurationen.

Anamnese
(gr. Anamnesis – Erinnerung) beschreibt die Vorgeschichte eines Patienten oder einer Krankheit

Brücke
festsitzende Restauration zum Ersatz fehlender Zähne, dabei werden die, der Lücke benachbarten Zähne zur Verankerung der Brücke herangezogen

CMD
Cranio-Mandibuläre Dysfunktion beschreibt einen umfangreichen Symptomkomplex im Kopf-, Nacken- und Kieferbereich. Sie entsteht durch Muskeldysbalancen, welche durch unphysiologische Körperhaltungen, Angewohnheiten (Zähnepressen) und auch nicht versorgte Zahnlücken hervorgerufen werden. Die Symptome sind vielfältig (Kopf-, Nacken-, Ohrenschmerzen) und werden häufig nicht den Zähnen zugeordnet.

Endodontie
(gr. Endon – Innnen; lat. Dens – Zahn) eher bekannt als Wurzelkanalbehandlung mit dem Ziel der Reinigung und Füllung des Wurzelkanalsystems

Fluoridierung
Auftragen von fluorhaltigen Lacken oder Gelees zur Härtung der Zahnhartsubstanz. Fluor unterstützt den Einbau von Mineralien in den Zahn zur Senkung des Kariesrisikos.

Funktionsanalyse
Analyse der Kieferbewegungen, Kiefergelenksposition und Zahnkontakte. Wird bei der Anfertigung von Prothetik benötigt, um ein ungestörtes Funktionieren des Kauorgans zu gewährleisten. Bei einer CMD (Cranio-Mandibuläre Dysfunktion) ermittelt die Funktionsanalyse die Ursachen der CMD, um eine effektive Therapie einleiten zu können.

Funktionstherapie
Therapie der CMD. Häufig in Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten (Muskelentspannung). Nach einer Funktionsanalyse erfolgt die Herstellung einer Aufbissschiene.

Gingivitis
Zahnfleischentzündung (lat. Gingiva – Zahnfleisch) häufig durch Plaque (Zahnbelag) hervorgerufen; Symptome: dunkle Rötung, Schwellung und Blutung des Zahnfleisches

Heil- und Kostenplan
Ein Heil- und Kostenplan (HKP) für zahnärztlich-prothetische Leistungen stellt in Deutschland eine geplante Zahnersatz-Versorgung und deren voraussichtliche Kosten detailliert dar. Er erfüllt zweierlei Funktionen, einerseits stellt er schriftlich die zahnärztliche Leistung einer Therapieplanung dar und andererseits einen Kostenvoranschlag. Er dient der Kostentransparenz für den Zahlungspflichtigen und der Klärung, inwieweit Kosten vom Patienten, von Krankenkassen, von privaten Krankenversicherern, durch die Beihilfe oder vom Sozialamt zu tragen sind. Heil- und Kostenpläne sind für gesetzlich und privat versicherte Patienten nach unterschiedlichen Bestimmungen zu erstellen.

Der Vertragszahnarzt hat gemäß § 87 Abs. 1a SGB V vor Beginn der Behandlung einen kostenfreien Heil- und Kostenplan zu erstellen, der den Befund, die Regelversorgung und die tatsächlich geplante Versorgung (auch in den Fällen des § 55 Abs. Abs. 4 und 5 SGB V) nach Art, Umfang und Kosten beinhaltet. Im Heil- und Kostenplan sind Angaben zum Herstellungsort des Zahnersatzes zu machen. Der Heil- und Kostenplan ist von einer Krankenkasse vor Beginn der Behandlung insgesamt zu prüfen.

Implantat
künstliche Zahnwurzel; wird durch einen operativen Eingriff im Knochen verankert und zum späteren Zeitpunkt mit Prothetik versorgt

Infektionspatienten
Informationen für Infekt-Patienten

Die Angst von Infektpatienten bei einem Zahnarzt abgewiesen zu werden wurzelt unseren Erfahrungen nach in unterschiedlichsten Gründen:
So sind bereits schlechte Erfahrungen seitens des Patienten, als er sich mit seiner Infektionserkrankung seinem behandelnden Zahnarzt offenbart hat, eine denkbare Ursache, aber auch das Verhalten von zahnärztlicher Seite kann zum Misstrauen beim Patienten in der Vergangenheit geführt haben.
Oftmals ist Scham auf beiden Seiten ein Grund dafür.
Die Menge an Informationen, die jeden Tag über die allgegenwärtigen Infektionserkrankungen „über den Ticker laufen“, sind nahezu unbewältigbar für den Zahnarzt.
Neue Erkenntnisse und Behandlungsstrategien dringen oftmals erst nach langer Zeit in die zahnärztliche Praxis vor und finden dann erst unter Umständen Gehör und Anwendung.
Umso wichtiger für uns, als spezialisiertes Team, die nötigen Informationen tagtäglich auszuwerten und für unsere spezielle Patientengruppe zu „filtern“ und „anwendbar“ zu machen.
In dem Bewusstsein, dass Infektpatienten sich seltener ihrem Zahnarzt mit ihrer Grunderkrankung anvertrauen, möchten wir das „Eis brechen“ und unseren Infekt-Patienten eine Plattform von zahnärztlicher Seite her anbieten, in der ein offenes Gespräch und eine zielorientierte spezifische Behandlung auf einer Basis von gegenseitigem Vertrauen möglich wird.

Informationen für unsere Nicht-Infekt-Patienten
Die Tatsache, dass wir uns speziell Patienten mit einer Infektionserkrankung annehmen, sollte keine Scheu oder Angst auf Ihrer Seite verursachen!
Unser Hygiene- und Desinfektionsplan ist so progressiv, dass eine Ansteckung durch Instrumente oder ähnliches AUSGESCHLOSSEN ist!
Alle unsere Materialien, Instrumente und Einrichtungsgegenstände werden nach einem ISO-zertifizierten Hygiene- und Desinfektionsplan gereinigt und unsere Instrumente keimfrei eingeschweisst.
Unsere persönliche Hygiene und Desinfektion verhindert eine Übertragung von Seiten des zahnärztlichen Personales auf andere Patienten.
Und zu guter Letzt: wir behandeln jeden Patienten mit der gleichen Umsicht und Vorsicht, EGAL ob uns eine Infektionserkrankung bekannt ist oder nicht ! Dies dient dem Schutz ALLER Patienten und letztlich auch uns als Behandlern.
Wenn Sie Fragen oder Zweifel haben, dann sprechen Sie uns einfach an, wir scheuen nicht das offene Gespräch mit Ihnen und werden nicht müde, alle Ihre Fragen zu beantworten.

Keimbestimmung
Ermittlung der für eine Parodontitis charakteristischen Bakterien (Markerkeime).

Krone
festsitzende Restauration zum Ersatz beschädigter Zahnsubstanz; bei großen Defekten

Parodontitis
Zahnhalteapparatsentzündung – Parodont (gr. lat. um den Zahn lokalisiert, allg. der Zahhalteapparat) – entwickelt sich aus einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und kann daher in den meisten Fällen durch Prophylaxemaßnahmen (Zahnreinigung) verhindert werden. Symptome: Taschen, Zahnfleischbluten, Zahnlockerungen.

Prothetik
beinhaltet Maßnahmen zum Ersatz verlorengegangener Zähne, um die Kaufunktion wiederherzustellen. Je nach Befund steht dazu festsitzender (Kronen, Brücken, Implantate), herausnehmbarer (Prothesen) oder kombinierter Ersatz (Teleskopprothese) zur Verfügung.

Prophylaxe
(lat. prophylatto – verhüte) Maßnahmen die Zahn-, Mund, und Kieferkrankeiten verhindern. Dazu gehört die regelmäßige professionelle Zahnreinigung und der jährliche Zahnarztbesuch.

Tasche
durch subgingivalen (unter dem Zahnfleisch befindlichen) Zahnbelag verursachte entzündliche Vertiefung der Furche zwischen Zahnfleisch und Zahn

Veneers
Verblendschalen aus Keramik; substanzschonende Frontzahnversorgung bei mittelgroßen Defekten

Versorgungsarten
Die Regelversorgung:
Stellt eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Lösung dar. Diese ist nicht unbedingt die bestmögliche und komfortabelste Zahnersatzversorgung. Der befundbezogene Festzuschuss einer Krankenkassen richtet sich nach den für die Regelversorgung fest definierten Behandlungskosten. Befundbezogen bedeutet, dass der Zuschuss sich nicht nach der gewählten Versorgungsform richtet, sondern nach dem zu Grunde liegenden Zahnbefund.

Gleichartige Versorgung:
Bei der gleichartigen Versorgung handelt es sich um eine Zahnersatz-Regelversorgungsmaßnahme mit zusätzlichen Leistungen. Hierzu können z. B. Verblendungen des Zahnersatzes (zahnfarbener Keramik- oder Kunststoffüberzug) gehören, deren zusätzliche Kosten durch den Versicherten zu tragen sind. Die Krankenkassen zahlen auch hierfür den Zuschuss einer Regelversorgung, jedoch nicht für die zusätzlichen Leistungen, weder das Honorar, noch die Material- und Laborkosten.

Andersartige Versorgung
Diese Art der Versorgung liegt immer dann vor, wenn es sich um Maßnahmen handelt, die vollständig von der Regelversorgung abweichen. Ist die Regelversorgung eine Teilprothese zum Ersatz fehlender Zähne und wird jedoch ein Zahnersatz mittels Implantaten geplant, dann erstattet eine Krankenkasse wiederum die Kosten für die Regelversorgung, also hier die Teilprothese. Die Mehrkosten zur Implantatversorgung hat der Versicherte zu tragen.

Zahnreinigung
beinhaltet die Entfernung von Zahnstein, Plaque, Tee-, Kaffee-, Raucherbelägen sowie die Politur und anschließende Fluoridierung.

 

Quelle: Dr. med. dent. Weggen, Zahnarzt Jochen Motz, Wikipedia